Abenteuer Hausbau

Unser Weg zum eigenen Haus

Noch 14 Tage… Der Countdown läuft…

Gestern erhielten wir eine weitere Mitteilung von Weberhaus, in welcher uns der ungefähre Zeitablauf bis zur Übergabe dargelegt wurd. Wenn alles so läuft wie geplant findet die Hausübergabe in KW50/51 statt – also noch dieses Jahr, so als kleine Weihnachtsüberraschung. Aber vor die Übergabe haben die Götter den Schweiß gestellt.

Das heißt, wir arbeiten zur Zeit mit Hochdruck an den letzten Vorbereitungen für die Hausaufstellung:

  • Da wir unseren Hausaufbau natürlich gerne dokumentieren wollen, hat Weberhaus freundlicherweise die Einverständniss aller am Bau beteiligter Mitarbeiter eingeholt. Läuft soweit.
  • Zudem sind wir gerade am klären ob und wann wir ein Richtfest feiern können. Das wäre uns ein echtes Anliegen!
  • Jetzt muß ich da nur nochmal die Technik testen, damit auch alles läuft. Beim letzten Test hat die Stromversorgung nicht hingehauen…
  • Die Kabel für die Eigenleistung sind soweit alle bestellt und geliefert.
  • Ebenso die SAT-Anlage und alles erforderliche Zubehör. Da hat mich dankenswerterweise der SAT-Shop Heilbronn hervorragend beraten. Kann ich nur empfehlen!
  • Die Helfer für die Kabelmontage sind auch bestellt, das sollte soweit klappen.
  • Die Lüftungs-Ansaugtürme sind ebenfalls bestellt und ich habe eine Lieferzusage für KW40 – das reicht gerade noch. Aber die Firma Intelmann hat mir eine Teillieferung verpsrochen, sollte noch etwas schief gehen.
  • Mit einer Steinlieferung für unseren Lichthof warten wir noch – da habe ich Angst dass ich das nicht mehr fertig bekomme bis das Gerüst gestellt wird, und das wäre dann schlecht. Dann lägen die Steine im Weg, und das will ich nicht.
  • Uns ist der „Aufstieg“ zu unserer Eingangstüre zu steil, man kommt kaum unbeschadet hoch. Daher bauen wir noch für die Montage des Hauses und für den Ausbau eine Behelfstreppe. Das gehe ich vermutlich am Samstag an. Da muss ich allerdings noch jemanden fragen der weiß wie das geht… 🙂

Wir sind sehr nervös, aber freuen uns unglaublich auf den Aufbau!

Was fängt mit „S“ an und hört mit „telltermin“ auf?

Der sehnsüchtig erwartete Brief kam heute mit der Post – unser Stelltermin wurde festgelegt:

Unser Haus kommt am 4. Oktober!!!

Das ist extrem gut, weil erfahrungsgemäß am 2. Aufbautag das Haus komplett aufgebaut ist und mit den Innenarbeiten begonnen wird. Und da wir vertragsgemäß am 3. Aufbautag unsere Elektroarbeiten fertig haben müssen, und dieser Tag folglich der Montag ist, haben wir ein ganzes Wochenende für alle Eigenleistungen 🙂

Ich hab mich da schon Nachtschichten einlegen sehen… aber da hab ich jetzt „gemütlich“ Zeit alle Kabel einzuziehen und alles ordentlich zu dokumentieren.

In der Zwischenzeit hab ich schon mal Kabel bestellt, und suche gerade die passende Sat-Anlage aus. Die Lüftungstürme hab ich auch schon ausgewählt, die werden jetzt auch bestellt damit Weberhaus die Lüftungsanlage und die Heizung korrekt in Betrieb nehmen kann. Dann ist alles da wenn ich es brauche.

The Wall

Zur Hangsicherung hinter dem Grundstück bauen wir eine große Wand mit Bruch-Steinen aus Granit – oder besser gesagt, lassen bauen. Ein Stein wiegt ca. 1t… da braucht man schweres Gerät.

Die Anlieferung – vier Hänger voll wurden verbaut:

Danach Stein für Stein nach hinten mit dem Bagger transportiert:

Dort dann einmal Tetris spielen:

Oben auf der Wand werden wir die geforderte Bepflanzung realisieren, und an der Wand soll später mal in den Ritzen und Lücken Kräuter und kleinere Pflanzen wachsen. Ausserdem wollen wir dort eine Kletterwand für die Kinder aufbauen, und die Rutsche befestigen, und eine „Hängebrücke von einem Aussichtsturm soll auf die Mauer führen.

Zur Bewirtschaftung des Grundstückes dahinter hat unser Tiefbauer einen kleinen Aufgang ganz rechts an der Mauer gemacht. Das ist praktisch.

Ausserdem hat Glatthaar unseren Keller fertig isoliert und die fehlenden Isolationssteine angebracht. Leider wurden an der Seite beim Aufgang nicht alle Platten mit Dübeln fixiert, aber das werden wir noch reklamieren.

Während dessen hat sich unser kleiner Bauherr einen Kurzurlaub auf einem Bauernhof gegönnt:

Und die kleine Bauherrin hat die Mama durch die Gegend kutschiert:

 

Wir waren campen auf dem Kramerhof bei Ravensburg, sehr empfehlenswert für Familien mit kleinen Kindern. Sollte man allerdings nur machen wenn das Wetter gut ist. Bei uns hats leider nur geregnet, das sah dann im Zelt so aus:

Und das ist kein Kondenswasser, das hat geschüttet wie aus Kübeln.

 

Hausanschlüsse (fast) fertig

Nachdem die Anfüllung des Arbeitsraumes schon fast fertig ist, wurde der Mehrspartenanschluss durch den Energieversorger ED Netze gemacht. Zufällig kam ich dazu als er gerade die Leerrohre für meine Glasfaseranschlüsse – jawohl, mehrzahl – erstellt hat (wir erinnern uns: Ich habe die Wahl zwischen zwei Glasfaser-Netzen, und ca. 95% in Deutschland haben noch nicht mal einen einzigen Glasfaseranschluss bis direkt ins Haus…) . Strom und Daten sind somit fertig, und Wasser kommt die Tage. Das orange Ding, welches da aus dem Boden ragt, ist der Gasanschluss – den ich nicht brauche weil ich eine Wärmepumpe hab. Und das noch offen rumliegende Leerrohr ist für den Wasseranschluss gedacht. Passt alles soweit.

Weberhaus hat sich auch nochmal wie verpsrochen um meine Zähler gekümmert, alles in bester Ordnung. Ich bekomme wie geplant zwei separate Zähler vom Energieversorger: Einen Zweirichtungs-Doppeltarif-Zähler für die Hauptwohnung, und einen normalen Zähler für die Einliegerwohnung.

Damit kann ich wie geplant meine Wohnung und die Heizung mit Solarstrom betreiben, und die Einliegerwohnung kann einen Wunschtarif mit einem Wunschversorger machen. Jetzt überlege ich mir noch wie ich den Zählerstand in der Einliegerwohnung verfügbar mache, so dass der Mieter seinen Stromverbrauch auch im Blick hat. Denn leider hat er keinen Zugang zum Technikraum – absolute Fehlplanung meinerseits 🙁

Glatthaar Keller war auch wieder auf der Baustelle und hat die letzten Verschalungen entfernt, und mit den Beton-Spachtelarbeiten der Fugen begonnen. Und: sie haben die Baustelle aufgräumt, nachdem wir letztes Wochenende alles zusammengefegt und in Müllsäcke gestopft hatten mit der Absicht, das alles bei Gelegenheit zu entsorgen. Was soll ich sagen, die Entsorgung hat Glathaar übernommen 🙂 Saubere Arbeit, saubere Baustelle! Als ich gestern hoch kam war alles schon weg…

Als nächstes kommt dann die Stützmauer hinten am Grundstück, und dann noch die restliche Aufschüttung, Erde verteilen, Lichthof für die ELW setzen (Eigenleistung), und die vordere Stützmauer. Diese werden wir eventuell auch in Eigenleistung machen, das hängt davon ab wie teuer das wird… das bin ich gerade am rausfinden.

 

Jede Menge Dreck…

Unser Tiefbauer ist fleißig am zuschütten des Arbeitsraumes um den Keller. Dabei hat er auch gleich alle Rohre für das Regenwasser verlegt, und auch noch Leerrohre für Strom, Telefon und Wasser. Die Anschlüsse sind soweit auch beauftragt und am Dienstag soll der Mehrspartenanschluss gesetzt werden.

Hinter dem Keller wurde sehr viel mit Leerkies angeschüttet, damit das Wasser schneller versickern kann. Besonders beim Lichthof ist das wichtig, denn da hinter ist das Schlafzimmer der Einliegerwohnung.

Es ist ein tolles Gefühl, ohne Leiter auf das Haus gehen zu können 🙂

So sah es am Mittwoch Abend aus:

… und so am Freitag Abend.

Der kleine Bauherr prüft ob der Bagger ordnungsgemäß abgestellt ist:

Und am Samstag Abend sah es dann auf der Südseite so aus:

Wir haben auch über die Mauern gesprochen die er noch erstellen muss. Dabei sind wir dann so verblieben dass die Mauer an der Vorderseite vorerst weggelassen wird, und wir prüfen ob wir diese selber mit Gabionen machen. Das wäre zwar enorm viel Arbeit aber spart eventuell Geld, das muss ich aber zuerst erfragen. Mal schaun.

Es geht weiter!

Nach der Sommerpause hat gestern unser Tiefbauer begonnen mit den Anfüllarbeiten und Anschlussarbeiten an den Abwasserkanal. Jetzt siehts zwar aus wie auf dem Schlachtfeld – überall tiefe Schützengräben – aber das passt schon.

Seitlich hat er auch begonnen den Aufstieg zur Haustür anzulegen. Und zudem soll das Kraftwerk dort den Hausanschluss einbauen.

Weberhaus erwacht auch so langsam aus dem verdienten Sommerurlaub und hat mir die finale Elektroplanung mit einer dicken Überraschung zugeschickt. Aufgrund der KFW Förderung soll es erforderlich sein dass nur ein einziger Hauszähler vom Energieversorger eingebaut werden kann – aber die KFW und der Netzbetreiber sagten dass sollte eigentlich gehen. Das muss ich jetzt erst mal klären ob es da nicht andere Lösungen gibt, aber ich bin sicher dass wir auch hier eine Lösung finden. Weberhaus hat mir jedenfalls zugesichert das nochmal zu überprüfen.

Bauferien…

Trotz Bauferien geht ein bisschen was vorwärts. Leider nicht so viel wie ich gerne hätte, aber immerhin etwas:

Weberhaus war da und hat auf dem Keller den Grundriss angezeichnet und ein paar Montagevorbereitungen getroffen. Wir sind dann gleich mal hoch und haben „Wohnen im neuen Haus“ gespielt :-).

Ausserdem hat Weberhaus ihr Revier markiert und ein kleines Schild angebracht – direkt unterhalb meines Baufreigabescheines, an meinem Pfosten.

Unser Tiefbauer ist aktuell noch anderweitig beschäftigt, aber nutzt unseren Bauplatz als Materiallager. Ganz zur Freude unserer Kinder 🙂

Man beachte Sophies neue Arbeitshose. Standesgemäß in Pink.

Und das kommt dabei raus wenn man am falschen Ort spart: Bei der Abdeckung der Böschungen der Baugrube hatten wir plötzlich zu wenig Folie. Also schnurstraks zum Baumarkt, und eine Rolle gekauft – größer und viel mehr drauf als die vom Baufachhandel um die Ecke, aber der hatte leider schon zu. Die Folie haben wir zwischenzeilich schon einmal ausgetauscht, da sie im Sonnenlicht quasi zerbröselt ist. Beim letzten Gewitter vor ein paar Tagen war sie dann komplett zerissen und hat sich über die angrenzenden Grundstücke verteilt.

Dagegen ist die schwarze Folie aus dem Baufachhandel noch so gut wie am ersten Tag. Da bröselt nix.

Der Keller ist allerdings immernoch nicht fertig isoliert, aber das stört aktuell nicht sonderlich. Er muß nur bis Hausaufstellung fertig sein. Die Grube kann trotzdem zugeschütter werden, sobald mein Tiefbauer Zeit hat.

 

Anfüllschutz

Nachdem der Keller nun isoliert ist kommt eine weiter Eigenleistung. Der Anfüllschutz musste angebracht werden. Dazu haben wir nach Empfehlung unseres Tiefbauers und unserer Architektin eine Folie mit eingebauter Drainage verwendet: Delta Terraxx.

Dankenswerter weise half mir dabei mein Neffe, alleine wäre es schon ein bisschen eine Plackerei geworden.

Leider konnte ich erst nur die rechte und die hintere Seite machen, da ich das Messer zum einschneiden der Noppenbahn vergessen hatte. Aber es geht eigentlich recht flott, wenn man die zugehörigen Befestigungsschrauben verwendet.

Das obere Teilstück mache ich dann im Laufe der Anfüllarbeiten wenn man besser dran kommt. Dafür habe ich extra Bahnen mit 75cm Höhe gekauft.

So sanft eingekleidet kann dann der Graben wieder verfüllt werden ohne die Isolation zu beschädigen. Unser Tiefbauer will nächste Woche anfangen… da muss ich es etwas laufen lassen…

Kelleraufbau: Abdichtung und Isolation

Nachdem nun der Beton vollständig ausgehärtet ist, konnten alle stützen entfernt werden und der nächste Arbeitsschritt erfolgen. Zuerst wurden von außen alle Risse und Stoßstellen an den Fertigteilen mit Betonspachtel zugemacht. Anschließend wurde zwischen Kellerwand und Bodenplatte eine Hohlkehle mit Betonspachtel angebracht. Diese verhindert dass sich Flüssigkeit ansammelt und nicht mehr abfließen kann.

Anschließend wurden alle Stoßstellen mit einer schwarzen Dichtmasse überstrichen, und zwar genau nach Herstellervorgaben für unseren Lastfalls „zeitweise aufstauendes Sickerwasser“. Dazu musste eine Glasfaserarmierung in die Dichtmasse eingearbeitet werden, und das ganze mindestens 4mm dick überstrichen werden.

Das ganze erfolgte bei über 30°C und strahlendem Sonnenschein… dementsprechend groß war auch der Verbrauch an Flüssigkeit. Natürlich haben wir wieder Mineralwasser gebracht, und das wurde auch dankend angenommen.

Unser Baugutachter vom BSB (Bauherren-Schutzbund e.V.) hat sich das auch angeschaut und war sehr zufrieden mit den Arbeiten, wie auch mit dem ganzen Keller insgesamt. Also sind wir auch zufrieden 🙂

Heute wurde dann die Isolation aufgebracht. Schon früh morgens waren die Arbeiter daran, die Wände mit einer schwarzen Grundierung einzustreichen, und die ersten Blöcke der Isolation wurden zurecht gesägt.

Anschließend ging es los, Block für Block wurde mit Kleber angebracht. Mittags sah das dann so aus:

Und Abends dann so:

Sogar die Lichtschächte sind schon befestigt. Jetzt fehlt nur noch der vordere Teil, dann ist der Keller außen fertig und kann wieder angefüllt werden.

Hausautomation Teil 1

Da ich gerade hier an den Planungen bin, kommt nun auch ein kleiner Artikel wie das bei uns aussehen soll.

Hausautomation ist heutzutage fast nicht mehr wegzudenken. Es gibt immer mehr intelligente Haushaltsgeräte, neulich las ich sogar dass Waschmaschinen internetfähig sind… naja, kann man machen, muß man nicht machen… wer möchte schon gerne ne Email von seiner Waschmaschine das seine Unterhosen nun sauber sind…

Nichts desto trotz möchte ich als großes Kind natürlich bei unserem Neubau gerne auf diesen Trend aufspringen und mein Haus fit für die Zukunft machen. Dabei gibt es aber vieles zu beachten. Daher habe ich mir schon sehr lange Gedanken gemacht was ich will und was nicht.

Unsere Hausautomation soll für uns zu allererst mal ein paar Grundfunktionen bieten und gewisse Dinge erleichtern oder sicherer machen. Alles weitere sind Spielereien, die der Hausherr nach und nach realisieren will, sofern er Zeit dafür findet 🙂

Hier die Funktionen die ich gerne sofort haben möchte bzw. benötige:

  • Licht zentral ausschalten beim verlassen des Hauses
  • Rolladen zentral hoch bzw. runterfahren beim heimkommen bzw. verlassen des Hauses
  • Heizung intelligent steuern
  • Lichtsteuerung im Flur:
    • Nachtlichter im Flur und auf der Treppe zeitgesteuert bzw. helligkeitsabhängig an- / ausschalten
    • Automatisch Licht an bei Bewegung im Flur
  • Sicherheit: Einbruchsschutz bzw. Warnung vor offengelassenen Fenstern
  • Sicherheit: Aussenlichter und ggf. Innenlichter einschalten bei Näherung
  • Sicherheit: Türsprechanlage mit Videofunktion und RFID Zugang

Und diese Funktionen sind „Nice to have“:

  • Heizung in Abhängigkeit von Stromproduktion der Photovoltaikanlage steuern und somit den Eigenverbrauch optimieren
  • Anwesenheitssimulation bei Urlaubsabwesenheit
  • Zentrale Übersicht und zentrale Steuerung des Hauses – offene Fenster anzeigen usw.
  • Intelligente Lichtschalter an bestimmten Punkten
  • Präsenzmelder gesteuerte Lichter in den Räumen
  • Zentrale Musikanlage, Musik in allen Räumen 🙂
  • automatische Gartenbewässerung
  • Markise wetterabhängig ein / ausfahren
  • ….

Die Liste ließe sich noch etwas weiter fortführen, aber ich glaube ich habe mit dem bereits vorhandenen Programm genug zu tun.

Die Realisierung mache ich mit zwei verschiedenen Ansätzen.

EnOcean

Den überwiegend größten Teil der Pflicht-Funktionen kann ich mit der bei WeberHaus im Standard enthaltener EnOcean Technologie erledigen. Dabei handelt es sich um ein Funk-Protokoll, welches die einzelnen Sensoren und Aktoren miteinander verbindet.

Nun könnte man ja sagen, „iiiiiih, Funk immer und überall, das will ich nicht!“ – aber das ist eben das besondere bei den EnOcean Lichtschaltern: Da diese ohne Batterie auskommen, funken die eben nicht ständig. Die für den Funkkontakt notwendige Energie erzeugen diese genau in dem Moment, in dem man z.B. den Lichtschalter drückt – also „erntet“ man die Energie aus dem „Energy Ocean“. Bevor es nun noch zu poetisch wird, hier kurz was wir über diese Technik bereits abdecken können:

  • Licht zentral ausschalten beim verlassen des Hauses
  • Rolladen zentral hoch bzw. runterfahren beim heimkommen bzw. verlassen des Hauses
  • Heizung intelligent steuern über die Raumthermostate bzw. über die verbaute Heizung
  • Sicherheit: Aussenlichter und ggf. Innenlichter einschalten bei Näherung

Diese Funktionen sind quasi also schon im Standard mit drin und würden sich auch noch erweitern lassen, aber wo bliebe denn da der Spaß…

Die weiteren Pflichtfunktionen wären zwar auch über EnOcean möglich, aber da möchte ich gerne andere Sensoren haben, bzw. habe andere Dinge im Kopf… und dafür gibts – wie soll es auch anderst sein – unzählige Möglichkeiten die zu realisieren. Für mich war allerdings nur eine interessant:

Das Zauberwort heißt hier KNX.

KNX ist ein sehr weit verbreiteter Bus-Standard für Hausautomation und wird schon seit Jahren eingesetzt und weiterentwickelt. Vor allem die Sensoren (z.B. Lichtschalter, Präsenzmelder, Thermostate) usw. sind um Lichtjahre schöner als die EnOcean Varianten. Man stelle sich z.B. folgendes vor:

Im Wohnzimmer sind bei mir insgesamt 6 Schalter für Licht und Rollos erforderlich, plus ein Raumthermostat für die Heizung. Macht drei Doppelschalter plus ein Thermostat übereinander. Macht also ein Schalterfeld von ca. 22cm x 8cm plus ein Thermostat obendrüber. Nachts ist das suchen schon vorprogrammiert…

Mit KNX geht das in einem formschönen, beleuchteten Schalterfeld mit integriertem Thermostat. Abmaße ca. 92x92mm. Also nicht mal halb so hoch, und im Klartext beschriftet und beleuchtet. Und wenn man mag sogar noch intelligent, sprich programmierbar… da schlägt das Herz des Bauherren höher 🙂

Es gibt noch mehr Beispiele, wo es für KNX einfach schönere Sachen gibt. Das ganze hat nur einen riesigen Haken:

Eine komplette KNX Verdrahtung ist einfach viel zu teuer. Kostenpunkt für ein komplettes Haus ca. 15-20.000€.

Daher mache ich nun das beste aus zwei Welten. Ich benutze die EnOcean Grundinstallation, um möglichst schnell und kostengünstig alle Grundfunktionen in Betrieb nehmen zu können – macht also quasi WeberHaus für mich mit. Den Rest bereite ich in Eigenleistung soweit vor, dass ich später problemlos nachrüsten kann. Daher ziehe ich in jeden Raum eine KNX Leitung ringförmig durch das ganze Haus und dann zu einem zentralen Punkt im Keller wo das Herz der Anlage stehen wird:

Die Loxone.

Loxone, als ich das zum ersten mal hörte dachte ich an alles, nur nicht an eine Hausautomation. Es war die Empfehlung eines Arbeitskollegen, aber ich war trotzdem skeptisch.

Dann habe ich mich damit etwas beschäftigt, und muß sagen – es ist eines der besten Systeme die es aktuell auf dem Markt gibt. Es handelt sich – grob gesagt – um einen sehr kleinen Computer mit diversen Ein- und Ausgängen um Dinge an- und ausschalten zu können. Die Funktionen können anhand der mitgelieferten Software ganz einfach selbst programmiert werden.

Der allergrößte Vorteil daran: es ist unglaublich flexibel, bietet Schnittstellen zu allen erdenklichen Bus- und Funksystemen (ja, auch zu EnOcean), und ist beliebig erweiterbar. Und günstig ist es auch noch. Das Grundsystem mit 8 Ein- und Ausgängen, 4 analogen Ein- und Ausgängen, Schnittstelle zu KNX und zu EnOcean kostet ca. 700€ komplett mit Software und allem.

Zum Vergleich: Wenn ich für EnOcean eine PC Hausautomation aufbauen möchte kostet mich alleine die Softwarelizenz beim Hersteller ca. 500€, plus PC und Schnittstelle kommt man da schnell über 1500€.

Ausbaustufe 1

Mein System sieht also im Schritt 1 folgendermaßen aus:

  • EnOcean Grundinstallation, bereits im Hauspreis enthalten
  • KNX Grundinstallation, pro Raum eine Dose unter einem Lichtschalter
  • KNX Leitung in alle KNX Dosen und in die Mitte jedes Raumes zum späteren nachrüsten von Präsenzmeldern an der Decke
  • KNX Leerdosen in Flur EG und OG für spätere Visualisierung bzw. Zustandsanzeige

Ausbaustufe 2

  • Loxone Miniserver mit EnOcean Erweiterung
  • Präsenzmelder in Flur und Treppenhaus
  • Tür- und Fensterkontakte zur Überwachung der Fenster

Die KNX Ausbaustufe mit Loxone in Betrieb ist später geplant wenn wieder Kohle da ist… Damit werde ich dann auch folgende Funktionen realisieren können:

  • Lichtsteuerung im Flur

Die Lichtsteuerung im Flur soll über KNX Präsenzmelder passieren. Die gefallen mit besser als die EnOcean Melder. Ist allerdings nicht ganz billig, daher erst dann wenn erforderlich.

  • Nachtlichter zeitgesteuert bzw. helligkeitsabhängig an- / ausschalten

Auch bei den Nachtlichtern ist es erforderlich, dass diese über eine Hausautomation ein bzw. ausgeschaltet werden können. Hier ginge zwar auch eine Lösung über EnOcean, aber die Zeitsteuerung geht nur über einen PC oder eine andere Intelligenz. Und in Anbetracht dessen, was ich sonst noch so möchte, ist die Lösung über KNX vermutlich die einfachste.

  • Sicherheit: Einbruchsschutz

Auch hier gibt es EnOcean Möglichkeiten, aber nicht so gute für das was mir vorschwebt: Ich möchte die Bewegungsmelder im Aussenbereich gerne nutzen, um zeitabhängig diverse Vorgänge im Haus auszulösen. Zudem schwebt mir eine Überwachung der Fenster vor, die mir anzeigen kann ob das Fenster gekippt oder offen oder geschlossen ist. Auch hier: Kostspielig, daher später.

Thema Türsprechanlage

Da bei WeberHaus im Standard lediglich eine Türglocke enthalten war habe ich diese kurzerhand rausgestrichen und mich nach Alternativen umgeschaut.

Die Türsprechanlage soll folgende Features haben:

  • Türsprechstelle – sollte eigentlich Standard heutzutage sein
  • Video-Funktion – ich möchte Nachts im Schlafanzug gerne zuerst sehen wer da klingelt.
  • RFID Interface – Ich möchte meinen Kindern, und wer sonst noch alles eine Berechtigung haben soll, gerne einen RFID Chip geben um nach Bedarf Zutritt zu erhalten. Dieser ist bei Verlust ganz einfach aus dem System entfernt, im Gegensatz zu einem verlorenen bzw. geklauten Schlüssel…
  • Nice to Have: Netzwerkfähig – wenns klingelt und ich nicht da bin hätte ich gerne eine Info bzw. ein Bild vom Klingler.
  • Nice to Have: Fernöffnung – stellt Euch vor, meine Frau schließt sich wieder aus… 🙂
  • Nice to Have: Bild des Klinglers soll gespeichert werden für alle Fälle

Das mit dem Bild ist nicht nur ne fixe Idee von mir, nein: Ich war letztens bei der Polizei in anderer Sache, und da wurde berichtet dass ein Einbruch in unserer Gegend einer Einbrecherbande nur durch das Bild, welches die Türsprechanlage gemacht hatte, zugeordnet werden konnte. Somit konnte der Einbruch letztendlich aufgeklärt werden.

Dann habe ich mich auf Recherche begeben. Zuerst alle mir bekannten Musterhäußer abgeklappert, überall die Türklingeln angeschaut. Dann die mir bekannten Elektronik-Händler, und dann noch den Fachhandel der namhaften Anbieter von Türsprechanlagen…

Dabei bin ich zuerst erschrocken: Was für mich zuerst wie eine einfache, günstige Aufgabe aussah hat sich schnell zu einem teuren Spaß entwickelt. Die namhaften Hersteller langen da ordentlich zu… aber zum Glück gibt es sie noch, die intelligenten, kostengünstigen Lösungen.

Und so kam ich zu meiner Doorbird Türsprechanlage. Bietet alles was ich will zu einem wie ich finde annehmbaren Preis. Zum Vergleich: Namhafte Hersteller bewegen sich mit diesen Funktionen im Bereich von 2000€ und höher… meine kostet ca. 500€ und kann das alles.

Summa Sumarum

wird mich meine Hausautomation in der ersten Stufe (KNX nur Kabel vorbereitet, EnOcean in Betrieb, Türsprechanlage in Betrieb) ca. 800€ kosten. Mit der Loxone und allen Erweiterungen kommen dann nochmal ca. 2000€ dazu – das hat aber viiiiel Zeit…. Jetzt kommt erstmal das Haus. und dann schauen wir weiter.

 

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