Abenteuer Hausbau

Unser Weg zum eigenen Haus

Kelleraufbau: Abdichtung und Isolation

Nachdem nun der Beton vollständig ausgehärtet ist, konnten alle stützen entfernt werden und der nächste Arbeitsschritt erfolgen. Zuerst wurden von außen alle Risse und Stoßstellen an den Fertigteilen mit Betonspachtel zugemacht. Anschließend wurde zwischen Kellerwand und Bodenplatte eine Hohlkehle mit Betonspachtel angebracht. Diese verhindert dass sich Flüssigkeit ansammelt und nicht mehr abfließen kann.

Anschließend wurden alle Stoßstellen mit einer schwarzen Dichtmasse überstrichen, und zwar genau nach Herstellervorgaben für unseren Lastfalls „zeitweise aufstauendes Sickerwasser“. Dazu musste eine Glasfaserarmierung in die Dichtmasse eingearbeitet werden, und das ganze mindestens 4mm dick überstrichen werden.

Das ganze erfolgte bei über 30°C und strahlendem Sonnenschein… dementsprechend groß war auch der Verbrauch an Flüssigkeit. Natürlich haben wir wieder Mineralwasser gebracht, und das wurde auch dankend angenommen.

Unser Baugutachter vom BSB (Bauherren-Schutzbund e.V.) hat sich das auch angeschaut und war sehr zufrieden mit den Arbeiten, wie auch mit dem ganzen Keller insgesamt. Also sind wir auch zufrieden 🙂

Heute wurde dann die Isolation aufgebracht. Schon früh morgens waren die Arbeiter daran, die Wände mit einer schwarzen Grundierung einzustreichen, und die ersten Blöcke der Isolation wurden zurecht gesägt.

Anschließend ging es los, Block für Block wurde mit Kleber angebracht. Mittags sah das dann so aus:

Und Abends dann so:

Sogar die Lichtschächte sind schon befestigt. Jetzt fehlt nur noch der vordere Teil, dann ist der Keller außen fertig und kann wieder angefüllt werden.

Hausautomation Teil 1

Da ich gerade hier an den Planungen bin, kommt nun auch ein kleiner Artikel wie das bei uns aussehen soll.

Hausautomation ist heutzutage fast nicht mehr wegzudenken. Es gibt immer mehr intelligente Haushaltsgeräte, neulich las ich sogar dass Waschmaschinen internetfähig sind… naja, kann man machen, muß man nicht machen… wer möchte schon gerne ne Email von seiner Waschmaschine das seine Unterhosen nun sauber sind…

Nichts desto trotz möchte ich als großes Kind natürlich bei unserem Neubau gerne auf diesen Trend aufspringen und mein Haus fit für die Zukunft machen. Dabei gibt es aber vieles zu beachten. Daher habe ich mir schon sehr lange Gedanken gemacht was ich will und was nicht.

Unsere Hausautomation soll für uns zu allererst mal ein paar Grundfunktionen bieten und gewisse Dinge erleichtern oder sicherer machen. Alles weitere sind Spielereien, die der Hausherr nach und nach realisieren will, sofern er Zeit dafür findet 🙂

Hier die Funktionen die ich gerne sofort haben möchte bzw. benötige:

  • Licht zentral ausschalten beim verlassen des Hauses
  • Rolladen zentral hoch bzw. runterfahren beim heimkommen bzw. verlassen des Hauses
  • Heizung intelligent steuern
  • Lichtsteuerung im Flur:
    • Nachtlichter im Flur und auf der Treppe zeitgesteuert bzw. helligkeitsabhängig an- / ausschalten
    • Automatisch Licht an bei Bewegung im Flur
  • Sicherheit: Einbruchsschutz bzw. Warnung vor offengelassenen Fenstern
  • Sicherheit: Aussenlichter und ggf. Innenlichter einschalten bei Näherung
  • Sicherheit: Türsprechanlage mit Videofunktion und RFID Zugang

Und diese Funktionen sind „Nice to have“:

  • Heizung in Abhängigkeit von Stromproduktion der Photovoltaikanlage steuern und somit den Eigenverbrauch optimieren
  • Anwesenheitssimulation bei Urlaubsabwesenheit
  • Zentrale Übersicht und zentrale Steuerung des Hauses – offene Fenster anzeigen usw.
  • Intelligente Lichtschalter an bestimmten Punkten
  • Präsenzmelder gesteuerte Lichter in den Räumen
  • Zentrale Musikanlage, Musik in allen Räumen 🙂
  • automatische Gartenbewässerung
  • Markise wetterabhängig ein / ausfahren
  • ….

Die Liste ließe sich noch etwas weiter fortführen, aber ich glaube ich habe mit dem bereits vorhandenen Programm genug zu tun.

Die Realisierung mache ich mit zwei verschiedenen Ansätzen.

EnOcean

Den überwiegend größten Teil der Pflicht-Funktionen kann ich mit der bei WeberHaus im Standard enthaltener EnOcean Technologie erledigen. Dabei handelt es sich um ein Funk-Protokoll, welches die einzelnen Sensoren und Aktoren miteinander verbindet.

Nun könnte man ja sagen, „iiiiiih, Funk immer und überall, das will ich nicht!“ – aber das ist eben das besondere bei den EnOcean Lichtschaltern: Da diese ohne Batterie auskommen, funken die eben nicht ständig. Die für den Funkkontakt notwendige Energie erzeugen diese genau in dem Moment, in dem man z.B. den Lichtschalter drückt – also „erntet“ man die Energie aus dem „Energy Ocean“. Bevor es nun noch zu poetisch wird, hier kurz was wir über diese Technik bereits abdecken können:

  • Licht zentral ausschalten beim verlassen des Hauses
  • Rolladen zentral hoch bzw. runterfahren beim heimkommen bzw. verlassen des Hauses
  • Heizung intelligent steuern über die Raumthermostate bzw. über die verbaute Heizung
  • Sicherheit: Aussenlichter und ggf. Innenlichter einschalten bei Näherung

Diese Funktionen sind quasi also schon im Standard mit drin und würden sich auch noch erweitern lassen, aber wo bliebe denn da der Spaß…

Die weiteren Pflichtfunktionen wären zwar auch über EnOcean möglich, aber da möchte ich gerne andere Sensoren haben, bzw. habe andere Dinge im Kopf… und dafür gibts – wie soll es auch anderst sein – unzählige Möglichkeiten die zu realisieren. Für mich war allerdings nur eine interessant:

Das Zauberwort heißt hier KNX.

KNX ist ein sehr weit verbreiteter Bus-Standard für Hausautomation und wird schon seit Jahren eingesetzt und weiterentwickelt. Vor allem die Sensoren (z.B. Lichtschalter, Präsenzmelder, Thermostate) usw. sind um Lichtjahre schöner als die EnOcean Varianten. Man stelle sich z.B. folgendes vor:

Im Wohnzimmer sind bei mir insgesamt 6 Schalter für Licht und Rollos erforderlich, plus ein Raumthermostat für die Heizung. Macht drei Doppelschalter plus ein Thermostat übereinander. Macht also ein Schalterfeld von ca. 22cm x 8cm plus ein Thermostat obendrüber. Nachts ist das suchen schon vorprogrammiert…

Mit KNX geht das in einem formschönen, beleuchteten Schalterfeld mit integriertem Thermostat. Abmaße ca. 92x92mm. Also nicht mal halb so hoch, und im Klartext beschriftet und beleuchtet. Und wenn man mag sogar noch intelligent, sprich programmierbar… da schlägt das Herz des Bauherren höher 🙂

Es gibt noch mehr Beispiele, wo es für KNX einfach schönere Sachen gibt. Das ganze hat nur einen riesigen Haken:

Eine komplette KNX Verdrahtung ist einfach viel zu teuer. Kostenpunkt für ein komplettes Haus ca. 15-20.000€.

Daher mache ich nun das beste aus zwei Welten. Ich benutze die EnOcean Grundinstallation, um möglichst schnell und kostengünstig alle Grundfunktionen in Betrieb nehmen zu können – macht also quasi WeberHaus für mich mit. Den Rest bereite ich in Eigenleistung soweit vor, dass ich später problemlos nachrüsten kann. Daher ziehe ich in jeden Raum eine KNX Leitung ringförmig durch das ganze Haus und dann zu einem zentralen Punkt im Keller wo das Herz der Anlage stehen wird:

Die Loxone.

Loxone, als ich das zum ersten mal hörte dachte ich an alles, nur nicht an eine Hausautomation. Es war die Empfehlung eines Arbeitskollegen, aber ich war trotzdem skeptisch.

Dann habe ich mich damit etwas beschäftigt, und muß sagen – es ist eines der besten Systeme die es aktuell auf dem Markt gibt. Es handelt sich – grob gesagt – um einen sehr kleinen Computer mit diversen Ein- und Ausgängen um Dinge an- und ausschalten zu können. Die Funktionen können anhand der mitgelieferten Software ganz einfach selbst programmiert werden.

Der allergrößte Vorteil daran: es ist unglaublich flexibel, bietet Schnittstellen zu allen erdenklichen Bus- und Funksystemen (ja, auch zu EnOcean), und ist beliebig erweiterbar. Und günstig ist es auch noch. Das Grundsystem mit 8 Ein- und Ausgängen, 4 analogen Ein- und Ausgängen, Schnittstelle zu KNX und zu EnOcean kostet ca. 700€ komplett mit Software und allem.

Zum Vergleich: Wenn ich für EnOcean eine PC Hausautomation aufbauen möchte kostet mich alleine die Softwarelizenz beim Hersteller ca. 500€, plus PC und Schnittstelle kommt man da schnell über 1500€.

Ausbaustufe 1

Mein System sieht also im Schritt 1 folgendermaßen aus:

  • EnOcean Grundinstallation, bereits im Hauspreis enthalten
  • KNX Grundinstallation, pro Raum eine Dose unter einem Lichtschalter
  • KNX Leitung in alle KNX Dosen und in die Mitte jedes Raumes zum späteren nachrüsten von Präsenzmeldern an der Decke
  • KNX Leerdosen in Flur EG und OG für spätere Visualisierung bzw. Zustandsanzeige

Ausbaustufe 2

  • Loxone Miniserver mit EnOcean Erweiterung
  • Präsenzmelder in Flur und Treppenhaus
  • Tür- und Fensterkontakte zur Überwachung der Fenster

Die KNX Ausbaustufe mit Loxone in Betrieb ist später geplant wenn wieder Kohle da ist… Damit werde ich dann auch folgende Funktionen realisieren können:

  • Lichtsteuerung im Flur

Die Lichtsteuerung im Flur soll über KNX Präsenzmelder passieren. Die gefallen mit besser als die EnOcean Melder. Ist allerdings nicht ganz billig, daher erst dann wenn erforderlich.

  • Nachtlichter zeitgesteuert bzw. helligkeitsabhängig an- / ausschalten

Auch bei den Nachtlichtern ist es erforderlich, dass diese über eine Hausautomation ein bzw. ausgeschaltet werden können. Hier ginge zwar auch eine Lösung über EnOcean, aber die Zeitsteuerung geht nur über einen PC oder eine andere Intelligenz. Und in Anbetracht dessen, was ich sonst noch so möchte, ist die Lösung über KNX vermutlich die einfachste.

  • Sicherheit: Einbruchsschutz

Auch hier gibt es EnOcean Möglichkeiten, aber nicht so gute für das was mir vorschwebt: Ich möchte die Bewegungsmelder im Aussenbereich gerne nutzen, um zeitabhängig diverse Vorgänge im Haus auszulösen. Zudem schwebt mir eine Überwachung der Fenster vor, die mir anzeigen kann ob das Fenster gekippt oder offen oder geschlossen ist. Auch hier: Kostspielig, daher später.

Thema Türsprechanlage

Da bei WeberHaus im Standard lediglich eine Türglocke enthalten war habe ich diese kurzerhand rausgestrichen und mich nach Alternativen umgeschaut.

Die Türsprechanlage soll folgende Features haben:

  • Türsprechstelle – sollte eigentlich Standard heutzutage sein
  • Video-Funktion – ich möchte Nachts im Schlafanzug gerne zuerst sehen wer da klingelt.
  • RFID Interface – Ich möchte meinen Kindern, und wer sonst noch alles eine Berechtigung haben soll, gerne einen RFID Chip geben um nach Bedarf Zutritt zu erhalten. Dieser ist bei Verlust ganz einfach aus dem System entfernt, im Gegensatz zu einem verlorenen bzw. geklauten Schlüssel…
  • Nice to Have: Netzwerkfähig – wenns klingelt und ich nicht da bin hätte ich gerne eine Info bzw. ein Bild vom Klingler.
  • Nice to Have: Fernöffnung – stellt Euch vor, meine Frau schließt sich wieder aus… 🙂
  • Nice to Have: Bild des Klinglers soll gespeichert werden für alle Fälle

Das mit dem Bild ist nicht nur ne fixe Idee von mir, nein: Ich war letztens bei der Polizei in anderer Sache, und da wurde berichtet dass ein Einbruch in unserer Gegend einer Einbrecherbande nur durch das Bild, welches die Türsprechanlage gemacht hatte, zugeordnet werden konnte. Somit konnte der Einbruch letztendlich aufgeklärt werden.

Dann habe ich mich auf Recherche begeben. Zuerst alle mir bekannten Musterhäußer abgeklappert, überall die Türklingeln angeschaut. Dann die mir bekannten Elektronik-Händler, und dann noch den Fachhandel der namhaften Anbieter von Türsprechanlagen…

Dabei bin ich zuerst erschrocken: Was für mich zuerst wie eine einfache, günstige Aufgabe aussah hat sich schnell zu einem teuren Spaß entwickelt. Die namhaften Hersteller langen da ordentlich zu… aber zum Glück gibt es sie noch, die intelligenten, kostengünstigen Lösungen.

Und so kam ich zu meiner Doorbird Türsprechanlage. Bietet alles was ich will zu einem wie ich finde annehmbaren Preis. Zum Vergleich: Namhafte Hersteller bewegen sich mit diesen Funktionen im Bereich von 2000€ und höher… meine kostet ca. 500€ und kann das alles.

Summa Sumarum

wird mich meine Hausautomation in der ersten Stufe (KNX nur Kabel vorbereitet, EnOcean in Betrieb, Türsprechanlage in Betrieb) ca. 800€ kosten. Mit der Loxone und allen Erweiterungen kommen dann nochmal ca. 2000€ dazu – das hat aber viiiiel Zeit…. Jetzt kommt erstmal das Haus. und dann schauen wir weiter.

 

Baufreigabe

So, nun ca. eine Woche nach Beginn der „echten“ Baumaßnahmen kommt auch der Baufreigabeschein… etwas seltsam, aber so in Ordnung. Mit Abgabe des Vermessungsprotokolls auf dem Landratsamt ist die Baufreigabe quasi erteilt (naürlich nur wenn alles O.K. ist :-)), und die Zusendung des Freigabescheines ist dann sozusagen nur noch eine kleine Formalität.

Natürlich haben wir diesen wie es sich gehört gleich auf der Baustelle angebracht, und damit unseren Pflichten genüge getan.

Nebenbei wurden auch gleich noch die Isolationsplatten für die Kellerisolation angeliefert. Der Lieferant war etwas ungehalten ob der Verkehrssituation im Baugebiet… wenn ca. 10 Baustellen gleichzeitig in einer Straße bauen kann es da natürlich hin und wieder eng werden. Aber da müssen die halt nun durch.

Kelleraufbau Tag 1 + 2

Die Vorarbeiten wurden bereits letzte Woche abgeschlossen, so dass Montag früh pünktlich mit dem Aufbau des Kellers begonnen wurde.

Unser Plan sieht eine ca. 60qm große Einliegerwohnung im Keller vor. Auf dem Plan wirkt das größer… aber das ist glaub immer so, wenn mal alle Stützen draussen sind und alles verspachtelt und gestrichen ist wird das bestimmt schön.

Was soll ich da groß beschreiben – es ist schon ein sehr erhabenes Gefühl, wenn die erste Kellerwand am Kran langsam einschwebt und platziert wird. Unser Ausfbauteam von Glatthaar hat gründlich, sauber und schnell gearbeitet. Lediglich bei der Vorsortierung der Wände beim verladen gabs da anscheinend etwas durcheinander, aber das wurde schnell sortiert und dann ging der Aufbau schnell über die Bühne.

Zwischendurch waren die Elektriker von Weberhaus da, um alle Kabel und Leerrohre in die Decke einzulegen. Auch das ging zügig und gründlich, so dass am Abend alles bereit war für den Beton.

Wir sorgten für unsere Arbeiter natürlich mit Kaffee, Mineralwasser und Brezeln – wenn es den Arbeitern gut geht wird auch der Bau gut.

Heute morgen wurden dann noch Restarbeiten an der Kellerdecke abgeschlossen, und dann kam die große Betonpumpe zum ausgießen der Decke und der Wände. Und wenn alles ausgehärtet ist geht es weiter mit Abdichtung und Isolation.

Was auch wiedermal super funktioniert hat: Die Buchhaltung von Weberhaus. Pünktlich am Samstag lag ein Brief im Briefkasten mit der nächsten Abschlagszahlung. Aber das haben die sich nun auch redlich verdient.

Und nun ein paar Bilder…

Die 1. Wand schwebt ein…

10 Minuten später:

Wände Nr. 16 und 17 noch nicht an Ort und Stelle

2/3 der Aussenwände stehen bereits

… und schon um kurz vor 11 sind alle Aussenwände befestigt und der „Innenausbau“ hat begonnen

Die Innenwände kommen dran

Zwischendurch waren auch die Elektriker von Weberhaus vor Ort und haben die Keller-Elektrik eingelegt

Abends nachdem alle weg waren konnte ich mal spickeln gehen – natürlich vorschriftsmäßig mit Helm *ähm*…

Blick auf den Eingangsbereich und die Badezimmer-Türe vom Wohnzimmer aus:

Das Schlafzimmer vom Wohnzimmer aus

Küche bzw. Koch-Ecke

Ausblick aus dem Wohnzimmer – zwei riesige Fenster!

Heute morgen ging es dann weiter: Betonpumpe in Action

Da braut sich was zusammen…

Und so sah es dann heute Abend aus:

Wir können es kaum erwarten wie es weitergeht!

Bodenplatte

Heute wurde die Bodenplatte des Kellers erstellt. Da das für uns sehr spannend war sind wir heute drei mal zur Baustelle gefahren… die armen Arbeiter dachten sicher dass ich sie stalke…

Zuerst wurde eine Isolationsschicht verlegt, und auf diese kam dann die Armierung. Eingefasst wurde das ganze von einer Holzschalung.

Als wir dann abends nochmal vorbeigefahren sind war die Platte dann fertig und alles schön aufgeräumt:

Wir haben dann noch unsere Initialen in den Beton geritzt.

Man kann es zwar kaum erkennen, aber immerhin…

Am Montag kommt dann der Keller und am Dienstag wird alles ausbetoniert. Dort gibts dann den nächsten Artikel.

Bis dahin: wir haben noch ein schönes“Selfie“ mit untergehender Sonne gemacht. Einfach geniale Aussicht.

Der erste Kubikmeter Beton…

wurde heute eingebaut.

Gestern fanden schon die ersten Arbeiten an unserer Bodenplatte bzw. an den Abwasserkanälen statt. Die Arbeiter von Glatthaar Keller hatten schon ein paar Gräben für die Abwasserrohre gebaggert, und ein bisschen Material für die Bodenplatte angeliefert. Man beachte auch die wunderschöne Holzlatte an der blauen und schwarzen Folie – hab ich selbst angebracht 🙂

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Heute morgen sind wir dann zur Baustelle gefahren, um zu schauen ob wir den Arbeitern etwas gutes tun können. Da waren die schon feste dran riesige Schützengräben für die Frostschürze auszuheben. Unser kleiner Bauherr hat das natürlich sofort kontrolliert und für gut befunden:

 

Und nachdem dann auch diese Hürde der Qualitätskontrolle genommen wurde, konnte der Bagger weitermachen.

Am Abend sah es dann so aus:

Ach ja, wofür braucht man so eine Frostschürze? Da mein Keller nicht komplett vom Erdreich umschlossen ist soll diese verhindern dass Frost unter die Bodenplatte zieht – dies könnte böse Folgen haben, da Wasser sich beim gefrieren ausdehnt und dabei dann Schäden an Leitungen und Bodenplatte verursachen kann. Daher wird in meinem Fall an der Vorderseite des Kellers ein ca. 80cm tiefer Betonring gegossen, um eben dies zu verhindern. Hier der zugehörige Wikipedia-Artikel (Quelle: Wikipedia.de):

 

Und nun noch etwas aus dem Kuriositäten-Kabinett:

Nebenbei wurden auch sämtliche Abwasserleitungen unterhalb der Bodenplatte aufgrund einer Anordnung vom Landratsamt einbetoniert. Hierzu war auch eine kostspielige Dichtigkeitsprüfung erforderlich und Unmengen teurer Beton. Und wozu das ganze? Das Baugebiet liegt in Wasserschutzzone III im Einzugsgebiet des Tiefbrunnen Bad Bellingen (Entfernung: Ca. 1Km Luftlinie) sowie der drei Thermalquellen von Bad Bellingen (Entfernung: ca. 600m Luftlinie, die Quellen entnehmen Thermalwasser Wasser in ca. 600-1200m Tiefe). Daher müssen die Rohre unterhalb der Bodenplatte einbetoniert sein. Ausserhalb nicht. Und auch nicht in den Häusern die schon seit teilweise über 100 Jahren im Ort stehen. Und daher muß mein Haus natürlich nun eine Beton ummantelte Abwasserleitung haben. Völlig klar.

Scheisse fließt halt Bergab.

Ich glaube, wir sind inzwischen an einem Punkt angelangt wo Verwaltungen es schaffen, sich selbst zu beschäftigen. Denn dieser Vorgang musste natürlich gegengeprüft werden von einem Mitarbeiter des Landratsamtes.

 

 

Der Countdown läuft…

In genau einer Woche wird unsere Frostschürze betoniert. Genau 560 Tage nach Zusage für das grundstück. Genau 523 Tagen seit Vertragsunterschrift. 822 Tage seit dem ersten Besuch eines Musterhauses. Über 1000 Tage seit unserer Entscheidung für ein neues Haus.

Was inzwischen geschah:

  • Baustrom und Bauwasser stehen, alles ist vorbereitet für den Baubeginn
  • Im Baugebiet sind inzwischen drei Häuser aufgestellt worden, vier weitere sind gerade im Bau
    • Interessanter Fakt: Von den drei Häusern sind zwei von Weberhaus, und ich weiß von zwei weiteren (meins und noch ein weiteres)
  • Es sind ca. 8 Baugruben ausgehoben worden und warten auf den Baubeginn, täglich werden es mehr
  • Wir haben Grenzsteine gesetzt bekommen. Jetzt weiß ich genau wo mein Grundtück liegt.

Ich konnte beim aufstellen der beiden Häuser von Weberhaus jeweils kurz zusehen. Es war ausserordentlich impossant! Alles lief Hand in Hand, jeder wusste genau welcher Handgriff nun kommen wird. Alles sehr professionell.

Das warten hat bald ein Ende, jetzt geht es richtig los.

 

Termine

Unsere Keller-Termine stehen nun fest. Bis zum 29. Juni haben nun Statiker und Vermessungsbüro Zeit, die abschließenden und für die Baufreigabe („Roter Punkt“) erforderlichen Arbeiten abzuschließen und dem Landratsamt mitzuteilen. Danach geht es dann Schlag auf Schlag:

  • am 3. Juli wird die Frostschürze betoniert
  • am 5. Juli wird die Bodenplatte betoniert
  • am 9. Juli wir der Keller montiert
  • am 10. Juli wird der Keller ausbetoniert
  • am 18. und 19. Juli finden Abdichtung und Isolation des Kellers statt

Wir sind auch mit unseren Hausaufgaben soweit, Strom und Wasser sind da, von uns aus kann es losgehen.

Tiefbau: Check √

So, der Tiefbau ist seit heute abgehakt.

Unser Tiefbauer hat heute die Sauberkeitsschicht eingebaut und von Hand glatt gerecht – hab mich schon gefragt wie er das mit dem Bagger machen will… 🙂

Insgesamt ca. 900m³ Erde und Geröll wurden abtransportiert, und bis jetzt ca. 200t Recycling-Beton als Tragschicht eingebaut. Beim verfüllen der Baugrube wird in etwa nochmal 300t benötigt… schier unglaubliche Mengen!

Auch abgehakt:

  • Baustromanschluss wird spätestens KW25 gemacht
  • Bauwasseranschluss wird vermutlich noch diese Woche fertig
  • Hauswasseranschluss ist beauftragt, wird nach dem Keller dann auch gleich mit gemacht

Zudem hab ich wiedermal das Bürokratiemonster gepackt, und meine Zettelwirtschaft aufgeräumt und unerledigtes erledigt. Man merkt dass lange nichts ging, aber jetzt gehts vorwärts.

Tiefbauarbeiten

Nach dem Baubeginn hat unsere Tiefbaufirma sehr schnell und gut gearbeitet – allerdings auch mit diversen Problemen zu kämpfen. Aber der Reihe nach.

Am Anfang lief es wie geschmiert. Fast schon zu gut. Schnell wurden etliche LKW Ladungen abgefahren, und das Gelände nahm Gestalt an. Es gab zwar durch die noch laufenden Baumaßnahmen im Baugebiet öfters Wartezeiten, aber naja – das war zu erwarten. Was jedoch nicht zu erwarten war: Felsen und Steine im Boden.

Hier sieht man dass der Geröll-Boden bis fast Oberfläche reichte – lediglich die 30cm Erdschicht war drüber.

Unser Bodengutachten berichtete von „Schluff“ und Lehm – keinesfalls von massiven Felsen und Steinen. Der Grund: Das Bodengutachten hat sozusagen genau an den Steinen vorbei gebohrt, und zwar diagonal an beiden Hausecken. So viel Glück muss man erst mal haben.

Das verzögerte die Bauarbeiten um ca. 1-2 Tage, da das Geröll anders deponiert werden musste (längerer Fahrweg) und zudem schwerer zum ausbaggern war. Zudem musste – da der Boden gleichmäßig ausgehoben sein muss – der Untergrund tiefer ausgehoben werden, was ca. 10-20cm mehr Tragschicht ausmacht.

Nachdem dann dieses Problem beseitigt war kam die erste richtige Eigenleistung: Baugrubenrand abdecken.

Man sieht hier die hintere Hangkante, die ist schon in etwa auf Fertigniveau – laut Tiefbauer müssen noch ca. 30cm weg, die verschwinden dann in der Baugrube nachdem der Keller fertig ist.

Dabei war dann auch noch ein wunderschönes Panoramafoto mit Gewitter im Hintergrund entstanden.

Und hier nochmal in „normal“

 

Geniale Aussicht, oder? 🙂

Weiter gings mit dem Rest der Baugrube. Die Ränder wurden sauber abgegraben, die Tragschicht wurde eingebaut, und alles soweit für den Einbau der Sauberkeitsschicht vorbereitet. Und wieder Eigenleistung, letzte Seite Baugrube abgedeckt.

Und hier noch eins mit Bagger 🙂

Bis hierhin hat der Tiefbauer gerade mal 4 Tage gebraucht. Und für die Restarbeiten schätzt er noch 2 Tage. Und alles ordentlich und sehr gewissenhaft. Ich bin soweit sehr zufrieden.

Jetzt fehlt noch die Sauberkeitsschicht, das Schnurgerüst, und dann kann der Keller kommen.

 

 

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