Nachdem nun wieder etwas Ruhe eingekehrt ist kommt ein kleines Update:

Finanzierung

Wir haben uns nun für einen Finanzierer entschieden, wobei es am Ende doch recht schwierig war. Leider habe ich bisher noch keinen Vertrag unterschrieben, aber die mündliche Zusage dass alles soweit klappt. Die Sichtung unserer Unterlage ist bereits im Gange, jetzt warte ich noch auf den Vertrag und hoffe dass auch alles wie verpsrochen so da drin steht.

Ein kurzes lobendes Wort zum Finanzierungsservice von Weberhaus: wenn man eine einfache und günstige Finanzierung sucht, dann ist das genau der richtige Ansprechpartner. Wir haben uns gut aufgehoben gefühlt, und die verschiedenen Möglichkeiten die dort so geboten werden sind schon ziemlich gut. Es war am Ende das günstigste Angebot von allen, und Herr Pahle hat sich sehr ins Zeug gelegt für unsere Finanzierung. Regionale Banken, quasie rund um die Uhr ansprechbar, ich hätte mir gut vorstellen können dort die Finanzierung abzuschließen – die Beratung war sehr gut und auch sonst hat eigentlich alles gepasst.

Schlussendlich haben wir uns aber doch für unsere Hausbank entschieden. „Warum?“, werden nun viele fragen… schon alleine deshalb weil wir aufgrund der jahrelangen Verbindungen dort schon alle Ansprechpartner persönlich kennen, und wie sagt man so schön: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier… Nein, Scherz beiseite, bei Geld hört der Spaß auf: Ich habe mir Stunden mit Excel-Tabellen um die Ohren geschlagen, verschiedene Szenarien durchgerechnet, und am Ende war das Angebot vom Weberhaus Finanzierungsservice auf die gesamte Laufzeit von 25+ Jahren gesehen günstiger im Sinne von Gesamtkosten der Finanzierung.

Da mir hier aber der schon jahrelang vorhandene persönliche Kontakt auch wichtig war haben wir uns nun so entschieden. Das Angebot meiner Hausbank war ebenfalls sehr gut, und für die Aval-Bürgschaft hat sich auch eine gute Lösung gefunden!

Im Grunde ist das mit der Finanzierung auf so lange Sicht auch Spekulation. Wie geht man für gewöhnlich vor? Man beginnt üblicherweise mit dem Vergleich von Effektivzinsen von diversen Banken (wobei hier schon der erste Fehler liegt, aber das ist eine andere Geschichte…) Dann beginnen die Gedankenspiele: Wenn man günstige Zinsen will, dann darf die Zinsbindung nicht so lange sein, aber eigentlich muß man in der aktuellen Phase lange Zinsbindungen mitnehmen und dafür höhere Zinsen zahlen und damit mehr Geld in die Hand nehmen – ein Teufelskreis! Jetzt kann man natürlich spekulieren dass die Zinsen in 10 Jahren nicht über ein gewisses Maß steigen, aber vernünftig ist das eigentlich nicht… oder doch?
Ich war am Schluss so verwirrt von diesen Gedankenspielen dass ich einmal den Reset Knopf gedrückt habe und mir dann eine Tabelle in Excel gemacht habe. Diese Tabelle habe ich auf 25 Jahre ausgelegt – weil 42 + 25= 67…
Herausgekommen ist ein Überblick über alle Angebote, mit der Möglichkeit die Zinsen der Anschlussfinanzierung zu simulieren, Sondertilgungen einzustreuen, und die monatliche Belastung zu kalkulieren. Ich kann nur jedem, der vor so einer weitreichenden Entscheidung steht, empfehlen, sich so eine Berechnung selbst mal zu erstellen. Man lernt vieles über Finanzierungen und die Mechanismen.
Aufgrund dieser Berechnungen habe ich für mich dann so entschieden wie ich entschieden habe – obwohl es nicht das günstigste Angebot war im Sinne von Gesamtkosten der Finanzierung,  aber meine monatliche Belastung bei der Folgefinanzierung in vielen Szenarien besser gepasst hat. Aber am Ende ist und bleibt das auch eine große Spekulation – ich hoffe sehr dass ich mich nicht verspekuliert habe…

Planung

Unsere Architektin hat unsere Wünsche geduldig in die Pläne eingezeichnet (vielen Dank für die Geduld mit uns – es gibt sicher einfacherer Kunden als uns) und uns nun – nachdem wir wirklich wunschlos glücklich sind – die Aussenansichten unseres Hauses gezeichnet. Ich muß sagen, mir gefällts! Jetzt geht es weiter mit der Entwässerungsplanung, und dann kommt der Plancheck bei Weberhaus, ob auch alles so herstellbar ist wie wir uns das wünschen. Nach dem Plancheck gehts dann an den Bauantrag, d.h. die Ergebnisse des Planchecks werden in die Pläne eingezeichnet, das Vermessungsbüro erstellt den Lageplan und dann kann der Bauantrag gestellt werden. Hoffentlich nicht mit allzuviel Verzögerung auf den Ämtern bis zur Genehmigung.

Was auch noch sehr positiv hervorzuheben wäre: Weberhaus hat sich wirklich sehr bemüht das Verfahren zu beschleunigen. Unser Projektleiter hat das KFW-Gutachten bereits frühzeitig in Auftrag gegeben, so dass wir nur drei Tage später auch die notwendigen Unterlagen für die KFW bereit hatten – das war einfach klasse und hat mich sehr gefreut!

Ausstattung

Die Küchenplanung ist nahezu abgeschlossen, das Angebot ist unterwegs (mir graut etwas davor…) . Unser Küchenplaner von Möbel Dau in Schliengen hatte gute Ideen und gute Vorschläge, so dass unsere riesige Küche nun optimal genutzt wird. Unsere Architektin hat dann auch die geänderten Fenstermaße übernommen, und sobald der endgültige Küchenplan vorliegt werden wir diesen dann an Weberhaus weiterleiten wo dann die letzten Anpassungen am Küchengrundriss und an den Fenstern vorgenommen werden sollen.

Wir haben uns auch schon mal entsprechend Gedanken gemacht, wie unser Haus so aussehen soll. Dabei werden wir Raum für Raum durchgehen und auflisten was für uns wichtig ist, und was „Wunsch“ ist. Je nach finanzieller Möglichkeit werden wir uns dann bei der Ausstattungsberatung (die noch etwas auf sich warten lassen wird) das eine oder andere einplanen lassen.

Was schon feststeht ist die Photovoltaik-Anlage: Dort werden wir die von Weberhaus angebotene Anlage etwas vergrößert auf das Dach setzen lassen. Ich habe diverse Angebote eingeholt, und das Weberhaus-Angebot kann da durchaus mithalten – und es hat für mich den Vorteil dass Weberhaus Produkte eines namhaften Photovoltaik-Herstellers verbaut, und alles aus einer Hand kommt – Stichwort Garantie usw.

Wir werden demnächst auch eine Lichtberatung machen um die Beleuchtung in bestimmten Räumen festzulegen – das ist wichtig für die Elektroplanung damit auch da die Leitungen rauskommen wo sie hingehören.

Persönliches Befinden

Ich dachte immer, „bau ein Fertighaus, da hast Du wenig Stress dabei“…  weit gefehlt! So viele Dinge um die man sich kümmern sollte, und das war ja erst der Anfang – wenn ich an die Ausstattungsbreatung denke dann grummelt mein Magen… aber da müssen wir durch, das wird schon irgendwie.

Jedenfalls kann ich mir das Haus jetzt schon gut vorstellen, und auch alles andere wird wohl werden. Lediglich der Zeitplan macht mir etwas Sorgen – ich hoffe auf eine schnelle Bearbeitung auf der Gemeinde damit der Bauantrag schnell durchgeht!

Ich freue mich jetzt schon auf unseren Urlaub ende April…