Abenteuer Hausbau

Unser Weg zum eigenen Haus

Monat: August 2017

Ausstattungsberatung

So, heute will ich mal über unsere Ausstattungsberatung berichten. Vom 23. bis 25. August waren wir dazu in Linx bei WeberHaus. Unsere Kinder haben wir so lange bei Oma und Opa „geparkt“ – die hatten sicher mehr Spaß als wir 🙂

Bei längeren Texten ist es besser, das Fazit gleich am Anfang zu schreiben, da niemand bis zum Schluß ließt… 🙂 – daher:

Vorweg das Fazit:

Wir haben uns bei WeberHaus rundum wohl gefühlt. Angefangen vom Hotel – bis auf die Matratzen sehr empfehlenswert, extrem leckeres Frühstücksbuffet und freundliches Personal, und überaus günstig gelegen – über die Lage des Hotels an der Europabrücke in Kehl (Straßenbahn nach Straßburg direkt vor der Haustüre) bis hin zur Beratung und dem sehr freundlichen Peronal bei WeberHaus. Die Ausstattungsberaterin Frau M. war wirklich sehr nett, und hat uns zielstrebig und sicher durch alle Gewerke geführt. Wir wurden immer auf den Standard hingewiesen, und wo wir mal aus dem Standard ausgebrochen sind wurde uns immer auch eine kostengünstige Alternative angeboten. Sie hat uns auch bei allen Dingen, bei denen wir nicht so recht wussten was wir wollen, mit sicherem Instinkt weitergeholfen. Und wo sie mal nicht weitergewusst hat, ein kompetenter Kollege aus der Fertigung war jederzeit zur Hand, so konnten alle Fragen zu unserer vollsten Zufriedenheit geklärt werden. Sicher gab es Punkte, die uns nicht so gefallen haben (und über die ich mich im ersten Moment sehr aufgeregt habe), und wiederum andere Punkte, die uns sehr positiv überrascht haben – über alles konnte man reden und es wurden auch ausnahmslos Lösungen gefunden die für uns mehr als zufriedenstellend sind.  Noch haben wir zwar das Ergebnis nicht schriftlich in den Händen, jedoch denke – bzw. HOFFE – ich, dass wir preislich im Rahmen geblieben sind…


Und hier ist er: Der goldene Wasserhahn… es gibt ihn also doch!

Aber der Reihe nach:

Am Dienstag sind wir bereits angereist, um frisch und ausgeruht am Mittwoch bei Weberhaus „aufzuschlagen“. Doch zuerst haben wir nochmal das Musterhaus angeschaut und die Fliesenausstellung besucht. Danach ging es zurück nach Kehl, und dort hatten wir einen sehr entspannten Abend bei einem netten spanischen Restaurant.

Pünktlich um 9 Uhr trafen wir am nächsten Tag unsere Beraterin Frau M. im Foyer der World of Living, und legten gleich los.

  

Nach der Grundrissbesprechung (und geringen Änderungen, die aber alle kulanterweise möglich waren) ging es von aussen nach innen – also vom Dach über Aussenwand zur Innenausstattung. Hier zeigte sich wiedermal wie wertvoll ein Erfahrungsschatz aus unzähligen geplanten Häusern ist. Mit sicherer Hand führte uns Frau M. zu unseren Dachziegeln (im Standard) und half uns bei der farblichen Gestaltung unserer Aussenwände. Ästhetik ist ja nicht so meins…

Gewählt haben wir Ziegel in Grau, ähnlich unserem Sockelputz, und der Grundputz unseres Hauses wird ein dezenter Blauton mit grauen Farbakzenten um die Fenster:

Von der Aussenfarbe gingen wir zur Tür – das war recht einfach, Standardtüre in Grau. Dann ging es weiter mit der Treppe. Dort haben wir das Standardmodell etwas aufgehübscht – Buche ist zwar nett, aber sooo nett nun auch wieder nicht. Die Stufen werden einen anderen Farbton erhalten, ebenso werden die Wangen Cremefarben sein, und der Handlauf wird „ergonomisch“ im Farbton der Stufen: Links der Handlauf, rechts die Farben der Stufen und der Wange.

  

Danach ging es weiter mit der Auswahl der Fliesen… davor hatte ich am meisten Angst.

Doch das ging erstaunlich glatt. Zuerst suchten wir uns aus den Standard-Fliesen ein paar schöne Kombinationen aus, und dann schauten wir noch die anderen verfügbaren Fliesen durch. Trotz ca. 4-5 Standard-Modelle hatten es uns zwei Fliesen aus dem Aufpreis-Segment angetan… leider war zumindest eine davon sauteuer. Auch hier half uns Frau M. aus der Patsche – mit sicherer Hand zeigte sie uns eine Variante, die zwar auch aufpreispflichtig war, jedoch lediglich 6 Euro pro qm ausmachte. Zusammen mit einer Änderung im Fliesenplan – wir lassen nur die nötigsten Wände 1,20m hoch fliesen, und die Dusche raumhoch – hat das ganze lediglich 46€ Aufpreis für das komplette Bad gekostet. So kanns weitergehen!

Die Fliesen für das Gästebad haben wir gedanklich auch schon ausgewählt, doch der erste Tag war dann schon vorbei.

Abends nach kurzem Hotelaufenthalt sind wir nach dem Abendessen in Kehl dann mit der Straßenbahn direkt vor dem Hotel nach Straßburg gefahren – kann ich nur empfehlen! Diese Altstadt, die Fachwerkhäuser, die Stimmung, die kleinen Läden, die kleinen Cafes, einfach traumhaft. Nach einem Feierabendgetränk in einer Brasserie direkt vor dem Münster haben wir uns noch die Lichtershow angesehen, die dort im Sommer jeden Abend stattfindet. Es wird die Geschichte des Lichts in der Zeit (oder so ähnlich…) erzählt. Naja, muß man etwas Vorstellungskraft für haben, aber: Es war super! Danach gings mit der Straßenbahn wieder zurück zum Hotel.

   

Am nächten Morgen gings weiter mit den Bädern. Die Fliesen für das Gästebad haben wir endgültig festgelegt, und danach gings weiter mit den Amaturen. Hier sind wir im Gästebad im Standard geblieben, und in unserem Bad haben wir den Waschtisch rausgestrichen – das war erforderlich weil unser Wäscheabwurfschacht aus konstrukiven Gründen direkt neben dem Waschbecken liegt und wir das ganze gerne in einen Waschbecken-Unterschrank integriert hätten. Das WC oben ist ebenfalls standard, dafür haben wir die Dusche etwas aufgemöbelt… eine „Regendusche“ wirds geben, und auch die Badewanne ist eine Nummer größer als Doppelsitzer ausgeführt. Zudem noch eine Ablage an der Wand in Dusche und beim Bad, dafür musste dann auch die Badewannengarnitur geändert werden – sonst wäre kein Wasser in der Wanne gelandet…

Alles in allem wird das Bad wohl ein Highlight in unserem Haus. Und trotz aller Änderungen günstiger als ich gedacht hätte!

Nach den Bädern kam das Thema, das mich am meisten interessierte: Die Elektroplanung. Ich habe viel dafür vorbereitet, und etliche Stunden mit der Planung verbracht, und unendlich viel gelesen. Es wird im EG und OG – dank unserer Vorauswahl – eine EnOcean Steuerung geben, gepart mit einer „Handgestrickten“ Mini-KNX-Verkabelung. Im UG wird eine Standard-Installation sein, das bleibt alles Standard.

Angefangen haben wir mit dem UG. Dort kam dann der größte Schock dieser drei Tage… in unseren Aussenwänden ist – dank der notwendigen Druckwasserabdichtung – keine Installation möglich, es sei denn wir machen die dickeren Wände zu einem nicht unerheblichen Aufpreis rein. Das hat mich etwas überrascht, da ich während meiner Elektroplanung keinen Gedanken daran verschwendet hatte dass das nicht gehen soll. In den Plänen war auch kein Hinweis diesbezüglich, wohingegen ein Hinweis zur Leitungsführung für das Wasser / Abwasser sehr wohl drin war.

Unsere Beraterin war dann kurz auch mal etwas aus der Spur, hat aber dann jedoch sehr schnell und professionell reagiert und das Problem zur Klärung an unseren Projektleiter verwiesen – und kurzerhand haben wir dann den Keller erstmal zur Seite gelegt, und mit dem EG weitergemacht. Nach einem Kaffee gings dann auch wieder bei mir, und wir sind zielstrebig durch die Räume durch. Hier konnte ich meiner Fantasie freien Lauf lassen, und habe jeden meiner Wünsche auch erfüllt bekommen – zumindest so lange noch Platz auf dem Plan war für die Zeichnung 🙂

Was das finanziell bedeutet erfahre ich erst wenn ich das Beratungsprotokoll bekomme… ich gebe zu, ich habe etwas Bammel davor…

Naja, jedenfalls bekomme ich in jedem Raum hinter dem Lichtschalter meine KNX Leerdose, um hier nachjustieren zu können. Und mein Leerdose für die Visualisierung. Und meine Netzwerkdosen. Und die Dosen für die Lautsprecher. Und die Leerdosen für die Antennen. Und die Dosen für unvorhergesehenes…

Die schlechte Nachricht: Ich muss alles, was ich in Eigenleistung machen will, innerhalb zwei Tage verlegt haben… Oh manoman…

Die beste Wand steht im Wohnzimmer… hoffentlich hält die noch zusammen vor lauter Leerdosen und Steckdosen und Lautsprecherdosen…

Naja. Das Obergeschoss war vergleichsweise harmlos. Standard halt. Bis auf den Flur…

Aber mehr verrate ich erstmal nicht, erst muß es alles auch funktionieren 🙂

Nach dem OG war auch schon der zweite Tag rum, und wir haben uns einen Ausflug ins Kino gegönnt. Was man alles so tun kann ohne kleine Kinder… 😉

Am dritten Tag durften wir ausschlafen. Frau M. hat uns auf 10 Uhr einbestellt, so lange konnte sie noch verschiedene Fragen klären, und auch den Elektromeister einbestellen. Er erklärte mir, wie die Verkabelung so aussehen wird, das hat mir einiges klar gemacht. Das war sehr erhellend, und jetzt weiß ich auch dass alles gut werden wird 🙂

Danach trafen wir endlich unseren Projektleiter, um mit ihm noch ein paar Besonderheiten unseres Baus zu besprechen: Da unser Baugrund vermutlich nicht vor März 2018 fertig sein wird, gibt es hier von Gemeindeseite her eine sehr ärgerliche Verzögerung. Hier war WeberHaus aber auch sehr kulant, und so haben wir gemeinsam eine Lösung für uns gefunden die mich sehr positiv gestimmt hat.

Nach diesem Gespräch gabs dann noch das letzte Bauherren-Mittagessen in der World of Living – wie jeden Tag mit Tischservice, Glas Sekt zur Begrüßung, und reservierten Tischen. Es war immer sehr lecker, kann ich nur empfehlen!

Nach dem Mittagessen sind wir dann gleich losgedüst, um unsere Kinder nach drei Tagen endlich wieder in den Arm nehmen zu können! Nach der Begrüßung wussten wir, für wen wir das alles machen – unsere Kinder sind uns halt doch das wichtigste auf der Welt. Das strahlen in den kleinen Äuglein – mit nichts auf der Welt zu bezahlen!

Als Belohnung für das tapfere warten auf Mama und Papa gabs dann einen Rummel-Besuch in Eberbach und am nächsten Tag einen Zoobesuch in Karlsruhe 🙂

Geplante Eigenleistung

Die KNX Verkabelung werde ich selber machen, das ist wesentlich günstiger als machen lassen. Ich lasse bei jedem Lichtischalter in den Wohnräumen eine Leerdose unter einen Lichtschalter setzen (ja, bei EnOcean braucht man keine Dose für einen Lichtschalter). In diese Dose kommt dann ein KNX Kabel, welches bei Bedarf dann verwendet werden kann. Z.B. für einen schicken Lichtschalter, ein Touchscreen, oder etwas anderes schönes. KNX bietet unendliche Möglichkeiten. Zum Thema Hausautomation werde ich bei Gelegenheit noch einen eigenen Artikel schreiben.

Lautsprecherkabel werde ich auch selber machen. Mit Leerrohren vermutlich, um bei Bedarf was anderes nachziehen zu können…

Netzwerk / Homeway haben wir auch rausgenommen und werden das in Eigenleistung machen.

Fernsehkabel machen wir auch selber in die einzelnen Räume. Eventuell machen wir auch die vier Coax Leitungen vom Dach zum Installationsraum selber.

Waschbecken Badezimmer OG machen wir selbst. Eventuell auch noch das WC OG/EG sowie Waschbecken EG. Muss erstmal schauen was ich so günstiges finde, falls es preislich ansprechend ist werden wir das selber machen.

Elektroinstallation innenwände im UG machen wir selbst.

Badezimmer UG werden wir komplett selber machen.

Eventuell machen wir die Frischlufttürme für unsere Lüftung selber. Muss aber erstmal schauen was das genau bedeutet und woher ich die bekomme. Preislich interessant ist das allemal.

Fliesen im Flur und Küche sowie im Bad UG machen wir auch selber, genauso alle anderen Bodenbeläge (also alles ausser den Bädern EG/OG).

Malerarbeiten komplett machen wir selber.

Türen ausser der Haustür machen wir selber.

Lessons Learned

  • Aussenwände sind heilig! Besonders bei energieeffizienten Häusern und wasserdichten Kellern.
  • Vorbereitung ist alles! Alles was man vorbereitet hat, spart am Ende Geld und Zeit.
  • Zähle nicht nur die Steckdosen vorher, sondern auch die Schalter – auch deren Anzahl ist im Standard begrenzt…
  • Leerdosen kann man nicht genug haben.
  • Fliesenbordüren oder Mosaik sind scheinbar aus Gold gemacht.
  • Bemustere so viel wie möglich rein, rausstreichen geht immer.
  • Spare nicht bei Dingen die sich nicht mehr so leicht ändern lassen. z.B. bei der Treppe
  • Es gibt nichts worüber man nicht sprechen kann.
  • Es gibt keinen noch so ausgefallenen Wunsch, der nicht schon mal verlangt worden wäre.

Gefühlslage

Etwas entspannter als vor der Beratung. Ich weiß nun die Antworten auf ein paar meiner drängendsten Fragen, und wir haben unser Haus vernünftig ausgestattet um darin gut wohnen zu können. Alles in allem gehts uns mit den Entscheidungen ganz gut, ein paar Fragen sind noch in der Klärung, und wir freuen uns auf das Protokoll der Beratung.

 

Es geht los…

Sitze gerade im Zug nach Offenburg – dort holt mich Wiebe ab, und dann gehts zu Weberhaus… morgen ist Ausstattungsberatung 😊

Ich bin total aufgeregt…

© 2019 Abenteuer Hausbau

Theme von Anders NorénHoch ↑